Pfarrheim Martin, Burggrumbach

Mit freundlicher Genehmigung des Kulturgeschichtlichen Arbeitskreises Burggrumbach der Infotafel am Pfarrheim entnommen

An dieser Stelle errichtete Fürstbischof Julius Echter während der Bauzeit der Kirche von 1602 bis 1608 eine Schule, um die Kinder mit der „rechten" Religion vertraut zu machen:
„Dann auch damit die Jugend, was einem jeden Christenmenschen zu seiner Seelen Heyl und Wohlfahrt dienstlich und zu wissen von nöthen, zeitlich zu allem guten Unterricht eingepflanzt werde, sollen die Schulmeister auf alle Feyertäg zur letzten Stund Vormittag etwas vom Catechismus, so auf nachfolgenden Sonn- und Feyertag in der Kirche soll recitiert werden, fürnemen, und sonsten die Jugend mit Lesen, Schreiben und allem Fleiß unterrichten, und jed Vor- und Nachmittag allwegen aufs wenigst zweymal abhören."

1796 wurde in der Schlacht bei Würzburg das Schulhaus durch Brand stark beschädigt und 1797 wieder aufgebaut.

1905 erwarb Pfarrer Baus, nach der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes gegenüber, die Schule für 2900 Mark von der Gemeinde als Wohnhaus für seine Geschwister.

1922 Nach dem Tod der Geschwister Baus ging das Haus in den Besitz des Vereins „Krankenschwesteranstalt" über. Im Parterre wurde die Kinderbewahranstalt untergebracht, im oberen Stockwerk die Arbeitsschule sowie die Wohnung für die Barmherzigen Schwestern

1955 verließen die Barmherzigen Schwestern nach 33-jährigem Wirken Burggrumbach.

1968 zog der Kindergartenverein St. Martin in die in der Kaiserzeit errichtete Schule gegenüber um.

1987 wurde das Gebäude auf Grund seines baufälligen Zustandes abgerissen.

1989 erfolgte die Einweihung des neu erbauten Pfarrheimes als neue Stätte für Jung und Alt